Kurzeinführung zur Rollskiauswahl

 - der Rollski

Der Rollski (auch Rollerski oder Skiroller) besteht aus einem Holm (meist Aluminium) und je nach Modell zwei bis vier Rädern. Der Achsabstand beträgt in der Regel 530 bis 700 mm. Die Rollenbreite variiert von 20 mm bis ca. 70 mm. Die Felgen bestehen meist aus Aluminium oder Kunststoff und sind mit Belägen aus Gummi (GU) oder Polyurethan (PU) bestückt. Für die Skatingtechnik sind die Rollen in einer Reihe montiert. Für klassische Technik gibt es Modelle, die vorne eine Rolle bzw. hinten eine oder zwei Rollen aufweisen. Wegen des großen Achsabstandes bei der geringen Rollengröße, sind Rollski nur für Fahrten auf glatten Flächen, z.B. Asphalt, geeignet. Es sind jedoch auch spezielle Cross-Roller im Angebot, die durch größere luftbereifte Räder auch zum Skaten auf unbefestigten Wegen geeignet sind.

Dazu gibt es zwei Lauftechniken

 - die Skatingtechnik

Zum Skating verwendet man Rollski mit Achsabstand von 530 mm bis 610 mm, zwei bis vier Räder pro Holm, Stöcke der Länge Körpergröße * 0,85 und Skatingschuhe passend zur Bindung. Der Unterschied zwischen Wettkampfroller und Trainingsroller ist die Breite-, Größe der Räder und die Wahl des Belags PU oder DU mit verschieden Rollwiderständen, sowie die Wahl des Chassis aus (Aluminium oder Carbon).

 - die Diagonaltechnik

Für die Diagonal-(klassische)Technik werden Rollski mit Achsabstand von 700 mm und zwei bzw. drei Rädern verwendet. Die Stöcke sollten etwa die Länge Körpergröße * 0,80 (schulterhoch) haben. Man kann einen normalen Langlaufschuh benutzen. Der Walzenroller hat zwei Räder mit einer Breite von bis zu 70 mm. Der Dreirad-Roller hat vorne ein Rad und hinten zwei Räder. Für den Abstoß müssen die Räder mindestens einer Achse eine Rücklaufsperre aufweisen. Es werden Räder bis zu einem Durchmesser von 100 mm gefahren.

 

  - Kombimodelle für beide Techniken

Es gibt auch so genannte Kombiroller. Der Achsabstand liegt zwischen dem von Skating- und Klassikmodellen (zum Beispiel 640 mm). Die Radgröße beträgt ca.ø 80 mm x 40 mm. Mit diesen Rollern können sowohl die Techniken Skating, als auch Klassik ausgeführt werden. Je nach Technik sollte die passende Stocklänge benutzt werden.

 

 - generell

Für beide Techniken werden zur Reduzierung der Laufgeschwindigkeiten bzw. Erhöhung des Rollwiderstandes verschiedene Bremseinrichungen (Gummiräder, Andruckrollen) angeboten. Langläufer nutzen diese Möglichkeit, um die Geschwindig-keiten des Langlaufskis zu simulieren. Für die Stärke des Abriebes oder die Haftung bei Nässe ist die Härte (Shore) der Räder entscheidend. Die Stöcke sind grundsätzlich mit Hartmetallspitzen ausgestattet.

 

Anfänger sollten mit breiteren Gummiräder anfangen. Gummiräder (GU) bieten besseren Grip  bei Regenwetter. Dagegen werden Polyurethan (PU) bei trockenem Asphalt eingesetzt. Fortgeschrittene finden ein breites Sortiment: Es gibt für jedes Läufergewicht und für verschieden Asphaltbeläge die richtigen Räder. Sie werden durch die Mischung des Materials und durch die Härte bestimmt. Klassik-Roller sind für den Skilangläufer als Trainingsgerät besonders wichtig. Für Rennläufer gibt es mittlerweile die schnellsten Räder für jeden Belag, egal ob klassische oder freie Lauftechnik. Leichte sportliche Chassies sorgen für beste Kraftübertragung. Für schwergewichtige Läufer und für Krafttrainingseinheiten können die hinteren Achsschenkel des Chassies verstärkt werden. Für das Skirollern im Regen und auf nassen Strecken gibt es besondere säurebeständige/rostfreie Lager, auch mit speziellem Spritzschutzabdeckungen.

- Schutzausrüstung

Als Mindestschutzausrüstung ist ein Helm zu empfehlen! Handschuhe, Brille, Ellbogen- und Knieschützer ergänzen die Ausrüstung.

 

 

 - Skating-Schuh

Für die Skating-Technik ist ein Schuh mit hohem Schaft unerlässlich, weil Sie auf einem Rollski höher stehen als auf einem Ski, der hohe Schaft verhindert weitestgehend das Umknicken nach der Seite. Auch für den Kombirollski werden Skatingschuhe eingesetzt, will man damit die Diagonaltechnik laufen wird einfach die Schnalle am Schaft geöffnet

 - Diagonal-Schuh

Für die Diagonaltechnik wird ein Schuh ohne den hohen Schaft eingesetzt

 - Bindung

Für das Rollskilaufen ist die Profil Equipe Skate Bindung besser geeignet, weil der Rollski eine andere Gewichtsverteilung als ein Ski hat, mit der Pilot Bindung würde das Hinterrad weiter nach unten hängen und so auf der Straße schleifen.

Es wird empfohlen für beide Lauftechniken die abgebildete Bindung zu benutzen.

 - Stockspitzen

Die Stockspitzen sollten eine Doppelspitze, die auch zum Bremsen geeignet ist haben. Sie sollte aus hartem und zähem Hartmetall sein, (gibt es nur bei SIRIRO).

Den Durchmesser Ihrer Stöcke sollten Sie bei der Bestellung angeben, gemessen wird 25mm oberhalb des unteren Endes - ( wenn die Winterstockspitze entfernt ist).

 - Lager

Lager mit der Bezeichnung „normale Lager „ haben keine dichtenden Lagerdeckscheiben, so das sowohl Fett austreten kann, als auch Schmutz und Wasser eindringen kann, sie müssen von Zeit zu Zeit gesäubert und gefettet werden, kommt das Lager mit Wasser in Berührung rostet es.

Wollen Sie diese Eigenschaften und Aufwand vermeiden dann wählen Sie die säurebeständigen Lager mit dichtender Deckscheibe.

Vorteil kein Säubern und Festrosten bei nassen Bedingungen, der Mehrpreis steht in keinem Verhältnis zu dem Reinigungsaufwand.

 

 Alle Bilder sind aus dem Bestand der Firma ´SIRIRO`. Ich bedanke mich für die Bereitstellung der Vorlagen.